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Allgemeines zum Hautleitwert

Der Begriff „Hautleitwert“ bezeichnet messbare Veränderungen bioelektrischer Eigenschaften der Haut. Der Hautleitwert hängt von der Aktivität der Schweißdrüsen der Haut ab und reagiert bereits auf kleinste Veränderungen, die von uns noch lange nicht als feuchte Hände wahrgenommen werden. Über die beiden Elektroden des eSense Skin Response wird eine sehr kleine, völlig ungefährliche und nicht spürbare elektrische Spannung an die Haut angelegt, über die ein sehr geringer Strom fließt. Je stärker die Aktivität der Schweißdrüsen, desto feuchter wird die Haut, und desto besser wird der Strom geleitet. Der Hautleitwert steigt infolgedessen.

Der eSense Skin Response misst den Hautleitwert in Mikro-Siemens (µS, µ bedeutet „Millionstel“ und „Siemens“ ist die Einheit der Leitfähigkeit). Der Begriff „Hautwiderstand“ ist ebenfalls geläufig für die Beschreibung desselben Phänomens und bezeichnet den Kehrwert des Hautleitwertes (1S = 1/Ω).

Die Aktivität der Schweißdrüsen der Haut wird durch das vegetative Nervensystem bestimmt. Sympathikus und Parasympathikus sind Anteile des vegetativen Nervensystems. Die Schweißdrüsen der Haut werden ausschließlich sympathisch, also ohne Einfluss des Parasympathikus, innerviert und sind damit ein guter Indikator der „inneren Anspannung“. Der Sympathikus aktiviert bei Einwirkung von Stressreizen alle Notfallfunktionen des Organismus und versetzt diesen in eine erhöhte Handlungsbereitschaft: Puls und Blutdruck steigen an, der Glukosespiegel im Blut steigt, um eine rasch verfügbare Energiequelle zu erschließen, und das Aufmerksamkeitsniveau wird höher. Von zentraler Bedeutung für das hier erklärte Messverfahren ist, dass die Hände feucht werden.

Wir kennen diese Situationen auch oft aus dem eigenen Leben. Denken Sie beispielsweise an eine Rede, die Sie vor einer Gruppe gehalten haben oder an ein Vorstellungsgespräch. Wenn Sie in diesen Situationen aufgeregt waren, können Sie sich bestimmt an die kalten, sprichwörtlich schweißnassen Hände erinnern?

Eine Theorie zur Ursache dieses Phänomens besagt, dass unsere Vorfahren durch die feuchten Hände in Stresssituationen besseren Halt beim Greifen hatten, z.B. bei einer Flucht durchs Gelände. Ist die bedrohliche Situation vorüber, gewinnt der Parasympathikus die Oberhand: Puls und Blutdruck verlangsamen sich, die im Blut zirkulierende Glukose verringert sich. Der Organismus ist auf Ruhe geschaltet, um Erholung zu gewährleisten. Die Hände werden wieder trocken.

Die zunehmende Aktivität der Schweißdrüsen und damit der Anstieg des Hautleitwertes ist unter der Einwirkung eines Stressreizes deutlich sichtbar. Dieser Reiz kann mentale Aktivität, emotionale Erregung, tiefes Einatmen oder auch ein Erschrecken sein, zum Beispiel durch unerwartetes In-die-Hände-Klatschen oder das laute Herunterfallen eines Gegenstandes auf den Boden. Probieren Sie es gleich einmal selbst mit dem eSense aus!

Wir kombinieren die Messung und Rückmeldung des Hautleitwertes in der eSense App mit geführten Entspannungsübungen, auch geführten Meditationen und bieten Ihnen ein Gesamterlebnis über Biofeedback hinaus. Neben umfangreichen Feedbackvarianten haben Sie die Möglichkeit ihre Messungen mit vielen Statistiken auszuwerten, Ihren Fortschritt zu dokumentieren und die Aufzeichnungen als CSV und PDF Dateien zu exportieren. Ihre Daten gehören nur Ihnen! Sie haben vollen Zugriff auf die Rohdaten.

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